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Connichi 2010 – Hoch lebe der Zoom-Player!

Dies ist die Zusammenfassung der Connichi 2010 in Kassel des anspruchsvollen -SGX-

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Freitag: Tag 1. Es ist schon 3 Uhr, als ich auf das dringende Bedürfnis kam, mir teure, belegte Brötchen besorgen zu müssen, bevor ich auf die grandiose Idee stieß, endlich meine Sachen für die Connichi zu packen. Ja, ich bin ein Langschläfer, ja ich verpeile viel.
Die Fahrt lief weitesgehend problemlos, doch mein erhabenes Gefühl, endlich einen Orientierungsinn zu haben, nachdem ich mich fehlerfrei durch 200 Kilometer Autobahn in meinem Automobil fortbewegte, bekam einen ordenlichen Knacks, als ich es nicht hinbekam, in dieser wuseligen, mit seltsam anmutenden Straßenbahnen bestückten Stadt, diese bescheuerte Straße zu finden, auf der die ersehnte Veranstaltung stattfand. Daher fragte ich eine Tankstellenbesitzerin nach dem Weg. Doch sie verstand mich nicht. Ich wiederholte meine Worte, bis ich merkte: {\i1}Mist, ich muss ja hochdeutsch reden!{\i0} Gesagt, getan. Nachdem ich diese mir fremde Sprache anwandte, schaffte ich es in kürzester Zeit, die Messe zu finden. Eine halbe Stunde später erreichte ich endlich diese Straße, die mit herumlungernden Cosplayer gespickt wurde, und war guten Mutes, in wenigen Metern das Hauptgebäude der Otakus vorzufinden. Als ich einen Parkplatz fand, traf ich direkt schon auf zwei andere Gestalten mit Strohhut: Trippley und Negoushima.

Leicht erschöpft von der Fahrt, aber mächtig überdreht erreichten wir gegen 10 Uhr Abends das Haus, wo ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, dass ich an diesem Tage eine der nervigsten Nächte meines Lebes erdulden müsse. Denn irgendein Schlaumeier hat es schamlos ausgenutzt, in dem mir zugestehenden Bett zu nächtigen, welches ich nicht direkt zur Ankunft in Kassel für mich beanspruchte. Die durchaus nette Hausherrin hat es leider zu gut mit den anderen gemeint, und bei so vielen Leuten den Überblick verloren. Ich bin ihr nicht böse, aber nur 2 Stunden miserabel auf einem Sofa schlafen zu können macht sich in gewisser Weise schon in erhöhter Agressivität und Reizbarkeit bemerkbar. Am Abend hatten wir anregende gruppenübergreifende Gespräche und fanden schnell ein Thema, oder besser gesagt eine bestimmte Person, die wir alle unsympathisch fanden und lästerten und lästerten wie es Weischenberg morgens im Frühstücksfernsehen nicht hätte besser machen können.

Samstag, Tag 2. Gegen 8 Uhr wachten wir auf, da die ersten ihre frühmorgendliche Aktivität den anderen durch Poltern, Türeschlagen und Treppen Herunterdonnern verdeutlichten, wurde jeder Widerstand zwecklos sich dem Beginn eines neuen Tages zu verwehren, und man versammelte sich in der Küche zum gemeinsamen Warten auf die Brötchen, welche freundlicherweise von OJ gebracht wurden. Diese Brötchen durfte man nicht berühren, denn jedes einzelne war mit ca. 200ml Luft gefüllt, was zu einem schnellen Eindrücken und zu einer Locherzeugung beim Bestreichen führte. Man musste bei diesem „Backwerk“ drauf achten, dass man nicht versehenlich etwas drauf legt, denn dann wären es auf bibelpapierdicke zusammengefallen.
Gegen 12:15 fand dann das Gruppenphoto der Fansubber statt, welches mal wieder für Insider gewisse Erwartungen erfüllt und Traditionen aufrecht erhällt. Nach dem freudigen Spaß mit unserer Stimmungskanone „Rei-tsune Miku“, machten wir uns auf, die Diskussionsrunde über „Illegale Fanprodukte“ anzusehen, welche hier (wird nachgereicht!) anzusehen ist.

Eine Bitte an ALLE ZUSCHAUER solcher Diskussionsrunden:
Manche Dinge fragt man nicht, manche Dinge sagt man nicht, und manche Dinge denkt man nicht mal, ohne direkt von der Masse zurecht niedergeschmettert zu werden. Ich stelle hier keine Person an den Pranger, aber gewisse Fragen hat man gefälligst anders zu formulieren, sofern man nicht von allen ausgelacht werden will. Liebes Fräulein, es waren überwiegend Fansubber anwesend, da schließt man nicht von sich auf andere, wenn man bei Lizenzierung des eigenen Animes zum Eng-Sub umsteigt, und man unverschämterweise nicht weitersubben darf, selbst dann nicht, wenn der deutsche Dub, der sowieso IMMER der scheißeste überhaupt ist, so wie bei jedem Release der letzten drölfzig Jahre, einem nicht gefällt, und die Lizenznehmer es leider verpeilt haben einen eigenen Sub zu produzieren!!! </sarkasmus>
Angeregt und glücklich ging jeder seiner Wege, von dieser angenehmen, lockeren Atmosphäre, wo sich Fans, Fansubber und Lizenznehmer gegenüber standen, sich symbolisch umarmten und alles nicht hätte schmalziger in einer ARD-Telenovela hätte dargestellt werden können. So mancher von Strawhat schaute sich kurz ein paar Karaokedarbietungen an, als es dann in den für mich lustigsten Kinobesuch der letzten Zeit ging. Ich kann nicht über Disney/Pixars 3-D-Animationen lachen, ich kann dem ganzen Film-Komödien-Kult nix abgewinnen, was mich aber vom Hocker reißt sind wirklich anregende Scherze wie sie in Bleach – The Memories of Nobody (ab 24. September im Handel!) präsentiert wurden. Die Menge tobte mehrmals als albernste Szenen, epischstes Geschrei, überraschende Kenpachi-Bodenstampfer und sinnbefreite Auftritte von Yachiru sich die Klinke in die Hand gaben. Mit tosenden Applaus wurde dieser erstmals(?) auf deutsch gezeigter Film interher überschüttet.
Nach einer ereignisreichen Nacht an der guten alten SNES-Konsole, wo ich hoffnungslos bei Bomberman2 versagte, erreichten wir gegen Nacht das Haus, wo lustige Unterhaltungen mit meinem neuen Lieblingsschweizer Rei, dem ich auch meine Dialektparodien zeigte, einher mit weiteren Lästereien und lustigen Geschehnissen vergangener Projekte gingen. Viel haben wir von einander gelernt und wissen, dass uns eine Sache alle verbindet. (trollface.sgx)

Sonntag: Tag 3. Gut geschlafen wachte ich in aller Herrgottsfrühe auf, und wurde freundlich mit den Worten „Na endlich um 11 Uhr wach?“ begrüßt. Nach dem Saubermachen und Packen sollte nun unser letzter Tag stattfinden, der es noch einmal in sich haben sollte. Ich berichtete ja schon mal über versaute Subs von uns. Auch heute hat man es leider nicht geschafft sich ein vernünftiges System anzuschaffen, was UNSERE ANSPRUCHSVOLLEN SUBS fehlerfrei abzuspielen vermag. „Seitokai no Pixelkrieg“ sorgte für eine fünffache Facepalm des anwesenden Strawhatteams und zu einen monotonen Entsetzen des etwa zwanzigköpfigen Puplikums.
Man verwendet keinen ZOOMPLAYER! It doesn’t Work! Ist das so schwer, sich auf den neuesten Stand zu halten, LIEBE VERANTWORTLICHEN DES VIDEOSAALS?!
Bei der letzten Besichtigung der angebotenen japanischen Güter, traf ich einen jungen Verkaufshelfer, welcher in einem allen bekannten fernöstlichen Land geboren wurde und viel mit seinen Anime-Produkten und Familie auf Reise ging. Ein netter kleiner Bursche, ich hoffe ich sehe ihn wieder.
In einem besseren Videoraum mit kompetenterem Personal wurde es glücklicherweise geschafft, „11eyes“ ruckel- und beinah fehlerfrei abzuspielen. Ich will nicht kleinlich sein, aber wenn ich mal etwas type, dann sollen die auch vollständig sein, und nicht durch den Player zerstückelt werden! Das heißt: Es gab auf der Connichi leider noch nie einen fehlerfrei gezeigten Sub, wo ich meine Finger im Spiel hatte. (Honto ni mattaku…)

Meine Ausbeute an Otakumaterialien war zwar gering, aber es hat sich gelohnt – vielen Dank für’s Durchlesen. Euer kleiner Wichtigtuer -SGX-

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Kategorien:Strawhat Subs
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